Freitag, 24. Juni 2011

[Experiment:] Die ungeschminkte Wahrheit vs. Extremer Kontrast

Dekorative Kosmetik symbolisiert automatisch Maskenhaftigkeit und Schmuckwerk.

Hier möchte ich daher ein Experiment wagen, bei dem ich das Gesicht durch kosmetiksche Kunstgriffe zunächst sehr reduziert und flächig gestalte und anschließend die extremen Kontraste hervorhebe.

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Gerade die erste Variante erfordert viel Mut, da sie gewissermaßen die ungeschminkte Wahrheit offenbart. Das Gesicht wird rein weiß geschminkt. Jede natürliche Färbung oder Erhöhung des Gesichts wird reduziert. Was bleibt ist eine weiße Fläche, die ausschließlich die Formen übrig lässt und somit ungeschönt zeigt, was das Gesicht hergibt.


ehrliche Formen

Die zweite Variante ist schon eher der dekorativen Kosmetik angelehnt. In ihrer Übertreibung verdeutlicht sie aber zugleich die Maskenhaftigkeit, die die kleinen kosmetischen Kunstgriffe ermöglichen, die gerade Frau im Alltag anwendet. Die Augen und Brauen werden stark betont, auch die Lippen erhalten ausgeprägte Formen. Besonders die extreme Hervorhebung der Wangenknochen gibt dem Gesicht Struktur. Die natürlichen Formen werden umstrukturiert, der Fokus wird verändert.

schönende Maske

Fazit: Automatisch fühlt man sich mit der kontrastreichen Variante wohler. Sie schmeichelt dem Erscheinungsbild. Und doch sollte man sich stets bewusst sein, dass es eine verfremdene Maske ist, die man sich auflegt.
Doch liegt es nicht ohnehin im Menschen selbst, dass er sich immer wieder in unterschiedlichen Situationen innere und äußere Masken aufsetzt? Gibt es überhaupt einen Menschen ohne Masken?


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Eure Kalliope81

Kommentare:

  1. Wow, der Unterschied ist ja ganz schön deutlich!
    Ganz liebe Grüße, Vicky&Katie

    uandmelovemakeup.blogspot.com

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  2. Super Idee :> Mach doch daraus einen Unmasking-TAG :3

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